Was ist Induktionserwärmung?
Induktionserwärmung ist ein kontaktloses Verfahren zum Erwärmen von Metall. Ein magnetisches Wechselfeld induziert Ströme im Metall selbst, und das Bauteil wird zu seiner eigenen Wärmequelle. Nichts berührt das Werkstück, und es gibt keine Flamme.
Für die industrielle Anwendung ist das in dreierlei Hinsicht entscheidend: Die Wärme entsteht tief im Bauteil statt an der Oberfläche, sie lässt sich genau steuern, und die Gefahren einer offenen Flamme entfallen.
Alesco entwickelt und fertigt tragbare Induktionsheizgeräte in Schweden, ausschließlich für die Induktionserwärmung. Unsere Geräte lösen festsitzende Verbindungen, richten wärmeverzogenen Stahl und wärmen Schweißteile vor und nach.
Wie funktioniert Induktionserwärmung?
Über die Leistung eines Induktionsheizgeräts wird viel gesprochen. Doch die Leistung ist nur einer von drei Parametern, die das Ergebnis bestimmen. Die beiden anderen sind die Fläche, über die diese Leistung eingebracht wird, und die Frequenz.
Die Leistungsdichte – Leistung pro Flächeneinheit – ist das entscheidende Verhältnis, und der Induktor selbst bestimmt maßgeblich, wie hoch sie ausfällt. Genau hier liegt die Stärke von Alesco.
Die Frequenz ist immer ein Kompromiss. Je niedriger die Frequenz, desto tiefer dringt das Magnetfeld in das Material ein. Die Dreiphasengeräte von Alesco arbeiten je nach Modell mit fest eingestellten 15–18 kHz und erzeugen damit Wärme tief im Werkstoff. Für die meisten industriellen Anwendungen ist genau das erwünscht.
Höhere Frequenzen erzeugen dagegen Oberflächenwärme – mit dem Risiko der Überhitzung und einer Beschädigung der Bauteiloberfläche.
Induktionserwärmung im Vergleich zur offenen Flamme
Induktion unterscheidet sich grundlegend vom Erwärmen mit der Flamme: Die Wärme entsteht sofort und tief im erwärmten Bauteil. Dadurch entsteht augenblicklich ein Temperaturunterschied zwischen den Teilen einer Verbindung. Dieser Unterschied erzeugt Bewegung, bricht die Verbindung auf und senkt das zum Lösen erforderliche Drehmoment.
Das Verfahren ist zudem schonender. Da wärmeempfindliche Teile in der Nähe kalt bleiben, müssen sie häufig nicht vorher demontiert werden.
Ersetzen Sie die offene Flamme
- Den Erwärmungsprozess genauer steuern
- Größere Bauteilausdehnung durch eindringende Wärme erreichen
- Zeit sparen, weil wärmeempfindliche Teile montiert bleiben
- Ohne direkten Kontakt erwärmen
- Alle Metalle kontrolliert erwärmen, auch nichtmagnetische wie Kupfer, Aluminium und Edelstahl
Sicherere Arbeitsumgebung
- Minimale Dämpfe beim Erwärmen, auch bei lackierten Teilen
- Möglichkeit, Versicherungskosten zu senken, weil die Risiken von Gas entfallen
- Ergonomischeres Arbeiten
- Keine zusätzliche Schutzausrüstung erforderlich
- Schulter-, Rücken- und Quetschverletzungen lassen sich vermeiden, wenn die Wärme die Arbeit übernimmt
Tiefeninduktion – die Wärme entsteht im Bauteil
Der Begriff Tiefeninduktion beschreibt genau den Unterschied, auf den es in der Praxis ankommt: Die Wärme entsteht nicht an der Oberfläche und wandert nach innen, sondern unmittelbar im Inneren des Werkstoffs.
Möglich wird das durch die niedrige Arbeitsfrequenz. Die Dreiphasengeräte von Alesco arbeiten mit rund 15,5 kHz, das tragbare A80 je nach Anwendung mit 15–40 kHz. Je niedriger die Frequenz, desto größer die Eindringtiefe.
Bei festsitzenden Verbindungen ist das der entscheidende Punkt. Eine nur oberflächlich erhitzte Mutter dehnt sich kaum, bevor der Lack verbrennt. Eine durchgewärmte Verbindung dagegen bewegt sich und lässt sich mit deutlich geringerem Drehmoment lösen.
Wo Induktionserwärmung eingesetzt wird
Induktionserwärmung wird überall dort eingesetzt, wo Metall schnell, gezielt und ohne Flamme erwärmt werden muss.
Kfz- und Nutzfahrzeugwerkstätten. Festsitzende Muttern, Schrauben und Lager lösen, ohne dass Kraftstoffleitungen, Kabelbäume und Lack durch eine offene Flamme gefährdet werden.
Fertigung und Schweißtechnik. Vor- und Nachwärmen von Schweißteilen, um Abkühlgeschwindigkeiten zu steuern und Eigenspannungen zu verringern.
Flammrichten. Verzug in Stahlkonstruktionen mit kontrollierter, örtlich begrenzter Wärme korrigieren.
Werften und Marine. Arbeiten in engen Räumen, in denen Gasflaschen unpraktisch oder nicht zulässig sind.
Schmiede und Warmumformung. Stahl schnell und wiederholgenau auf Arbeitstemperatur bringen, ohne Gasesse.
Instandhaltung und Schwerindustrie. Schrumpfsitze, Lagerdemontage und alle Montagearbeiten, bei denen Bauteile ausgedehnt statt gewaltsam gefügt werden.
Häufige Fragen
Welche Metalle lassen sich induktiv erwärmen?
Alle Metalle. Magnetische Werkstoffe wie Stahl und Eisen erwärmen sich am schnellsten, aber auch nichtmagnetische Metalle wie Kupfer, Aluminium und Edelstahl lassen sich kontrolliert erwärmen.
Wie heiß wird ein Induktionsheizgerät?
Die Temperatur hängt vom Werkstoff, vom Induktor und von der Einwirkzeit ab, nicht von einem festen Maximalwert. In der Praxis erreicht eine festsitzende Schraube in Sekunden die Lösetemperatur, und Stahl lässt sich auf Schmiedetemperatur bringen.
Ist Induktionserwärmung sicherer als ein Gasbrenner?
Ja, in mehrfacher Hinsicht. Es gibt keine offene Flamme, keine Gasflasche zu lagern oder zu transportieren und deutlich weniger Dämpfe beim Erwärmen lackierter oder beschichteter Teile. Auch die Brandgefahr in engen Räumen entfällt.
Werden benachbarte Bauteile beschädigt?
Die Wärme entsteht im gezielt erwärmten Metall, sodass wärmeempfindliche Teile in der Umgebung weit weniger betroffen sind als bei einer Flamme. Häufig entfällt dadurch die Demontage vor dem Erwärmen.
Was ist der Unterschied zwischen Induktion und Wärmeleitung?
Bei der Wärmeleitung wird Wärme von einer externen Quelle durch Kontakt in das Bauteil übertragen. Bei der Induktion entsteht die Wärme im Bauteil selbst durch ein Magnetfeld, ohne dass die Oberfläche berührt wird.
Warum ist die Frequenz bei der Induktionserwärmung wichtig?
Niedrigere Frequenzen dringen tiefer in das Material ein und erwärmen das Bauteil durchgehend. Höhere Frequenzen konzentrieren die Wärme an der Oberfläche, was zu Überhitzung und Oberflächenschäden führen kann.
Entwickelt, um Sie zu schützen
Die Entwicklung sicherer Maschinen, die Ihnen helfen, eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, ist ein zentraler Schwerpunkt von Alesco. Unsere tragbaren Induktionserwärmungsgeräte entsprechen der europäischen Richtlinie 2013/35/EU bezüglich Gesundheit und Sicherheit bei der Exposition gegenüber Magnetfeldern. Es gibt auch einen eingebauten Überhitzungsschutz und einen Kurzschlussschutz.
Unsere Induktionsheizgeräte
Alesco fertigt tragbare Induktionsheizgeräte für den professionellen und industriellen Einsatz.
- Induktionsheizgeräte – das gesamte Programm, vom tragbaren Einphasengerät bis zur Dreiphasenmaschine
- Heizspitzen und Induktoren – der Induktor bestimmt die Leistungsdichte
- Teile und Zubehör – Schlauchpakete, Ersatzteile und Zubehör nach Modell
- Service und Support – Handbücher, Unterstützung und Servicepartner